Warum es in Deutschland so wenig Immobilien Blogs gibt

Immobilienblogs erfreuen sich in den USA größter Beliebtheit, sind aber in Deutschland kaum vorhanden. Warum ist das so? In diesem Artikel versuchen wir, den Gründen für die Zurückhaltung deutscher Makler auf den Grund zu gehen.

Viele Trends, die in der Maklerbranche in den USA entstehen, finden sich kurze Zeit später in Deutschland wieder (s. Artikel Die Trends der amerikanischen Immobilienbranche). So könnte man auch meinen, dass die Blogs über Immobilienthemen amerikanischer Makler für die deutsche Branche ein Vorbild sein könnten. Schließlich sind die regelmäßigen Veröffentlichungen zu Immobilienthemen in den USA fast schon zur Grundvoraussetzung für viele Makler geworden.

Makler ohne Blog

Deutsche Makler scheinen mit Immobilien Blogs auf Kriegsfuß zu stehen. Bild: © alphaspirit – Fotolia.com

Gründe gegen deutsche Immobilien Blogs

In Deutschland findet sich dieser Trend bislang kaum wieder. Bei der Suche nach den Ursachen hierfür können verschiedenste Themen benannt werden:

  • Es sind nur sehr wenig Informationen zum Nutzen eines solchen Immobilien Blogs vorhanden bzw. sind keine direkt spürbaren und in Euro messbaren Erfolge nachweisbar.
  • Die Erfolge, die man sehen kann (z.B. der Anstieg der Leserzahl) stellen sich zudem nur recht langsam ein, weshalb ein langwieriges Engagement nötig ist.
  • Das langfristige und kontinuierliche Erstellen von Beiträgen ist schlichtweg zeitlich ziemlich aufwändig.
  • Zudem bedeutet das stete bloggen auch eine gewisse Verpflichtung, wodurch sogar ein Druck entstehen kann, etwas abliefern zu müssen.
  • In diesem Zusammenhang ist die Angst davor zu nennen, nicht zu wissen, worüber man schreiben soll. Schließlich kann man keinen Blog aus ewigen Wiederholungen aufbauen, nach einiger Zeit könnten also die Themen ausgehen.
  • Für manche Makler mag auch die Installation von Blogsoftware zu abschreckend sein oder deren Bedienung als zu kompliziert eingeschätzt werden.
  • Viele Makler sind ganz allgemein dem Internet und neuen Entwicklungen gegenüber relativ skeptisch eingestellt. Auch andere Boom-Themen wie Social Media oder das mobile Internet finden bei vielen Vertretern der Branche nur sehr langsam das nötige Gehör.
  • Ein Argument könnte auch sein, dass Makler ihr Wissen nicht kostenlos zur Verfügung stellen wollen, da sie sich so der Gefahr aussetzen könnten, sich entbehrlich zu machen.

Vorteile von Immobilien Blogs für Makler

Diesen Ängsten bzw. Nachteilen der Blog Arbeit stehen aber auch gewichtige Vorteile gegenüber. Einer der direktesten Vorteile von Immobilien Blogs dürfte darin liegen, dass Sie hiermit hervorragende Suchmaschinenoptimierung leisten können, da Begriffe Ihrer Hauptseite verstärkt und in einschlägigem Content dargestellt werden. Google wird Seiten mit regelmäßigen Neueinstellungen von relevantem, einzigartigem Content deswegen immer besser bewerten, als reine Vorstellungsseiten von Maklern, die außer Ihrer Anschrift und Telefonnummer kaum mehr auf ihrer Internetseite stehen haben. Somit schaffen Sie es, mehr Besucher auf Ihre Internetseite zu bekommen und so die Chance auf neue Kunden zu erhöhen.

Zugleich demonstrieren Sie allen Besuchern Ihrer Internetseite Ihre Kompetenz in Immobilienfragen. Sie belegen mit dem Blog schließlich Ihren Status als Experte und überzeugen somit die Besucher Ihrer Seite davon, sich mit dem Auftrag an Sie und nicht an die Konkurrenz zu wenden. Außerdem kann es Ihnen gelingen, durch die Veröffentlichung von Fachwissen Vertrauen zu Ihren Kunden aufzubauen.

Sollten Sie trotz der Vorteile eines Immobilien Blogs für Ihr digitales Marketing noch Bedenken haben, fassen wir für Sie im Artikel Verschiedene Formen von Immobilien Blogs mehrere Lösungsmöglichkeiten zusammen, wie Sie trotz gewisser Ängste von unterschiedlichen Blog Systemen profitieren können.

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