Europäischer Verband für Immobilienmakler

Anfang März wurde mit dem Zusammenschluss von CEI und CEPI die größte Interessensvertretung für Berufe der Immobilienwirtschaft auf europäischer Ebene geschaffen.

Am 6. März erfolgte die Unterzeichnung des Zusammenschlusses der beiden europäischen Immobilienmakler- und -verwalterverbände CEI und CEPI. Die neue Vereinigung nennt sich European Association of Real Estate Professions CEPI-CEI. Durch die Neugründung wurde der CEI aufgelöst.

Eckdaten des neuen Maklerverbands

Der CEPI-CEI soll eine gemeinsame Organisation von über 300.000 Maklern und Verwaltern auf gesamteuropäischer Ebene ermöglichen. Dabei sind bisher 30 nationale Verbände aus 22 Ländern vertreten.

cepi-cei

Hier wurde die Entscheidung zum Zusammenschluss getroffen: ein Meeting in Dublin Ende November 2014

Der Präsident soll ab 01.07. der deutsche Jens-Ulrich Kießling werden, der derzeit Präsident des deutschen Immobilienverbands IVD ist. Kießling lud bereits alle europäischen Verbände mit bisher nur nationaler Organisation dazu ein, Mitglied zu werden und zukünftig gemeinsam europaweit für die Branchenziele einzutreten.

Ziele der CEPI-CEI

Ein großes Anliegen der neuen European Association of Real Estate Professions ist es, zukünftig verlässlicher Ansprechpartner für die EU-Kommission zu sein. Dafür wurde die Geschäftsstelle taktisch geschickt in Brüssel eingerichtet, also mit kurzem Weg zum EU-Parlament und der EU-Kommission. Erhofft werden davon kurze Wege und reger Austausch mit EU-Mitarbeitern.

Zudem ist geplant, eine Professional Card für Immobilienmakler einzuführen. Diese europaweit gültige Berufszulassung soll das grenzüberschreitende Arbeiten von Immobilienmaklern oder -verwaltern erleichtern. Für dieses Pilotvorhaben des europäischen Arbeitsmarktes wurden die Makler als Modell Berufsgruppe von der EU ausgewählt und können als eine der ersten von rund 600 definierten Branchen Erfahrungen im grenzüberschreitenden Bereich sammeln.

Durch die Professional Card für Immobilienmakler soll Chancengleichheit innerhalb Europas hergestellt werden, schließlich gehen die EU Mitgliedstaaten bisher sehr unterschiedlich mit der Berufsbezeichnung “Immobilienmakler” um. So ist der Beruf nur in insgesamt 18 EU Ländern reglementiert und hier bestehen unterschiedliche Ansätze zwischen den nationalen Vorgaben. Ein einheitliches System der Zugangsvoraussetzung und entsprechende Klassifizierungen können hier am Gesamteuropäischen Markt besonders für den Verbraucher für viel Transparenz sorgen.

Die deutsche Branche erhofft sich vor allem durch den geplanten einheitlichen Ansatz die Verringerung von Wettbewerbsnachteilen im Vergleich zur europäischen Konkurrenz bei Auslandsgeschäften. Wichtig wäre hierfür aber in erster Linie die längst geforderte und von der großen Koalition inzwischen Versprochene Einführung eines Sachkundenachweises für Makler.

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