Immobilien Grundriss wichtig für das Exposé

Neben der Anzahl und Qualität der zur Verfügung gestellten Fotos spielt auch der Grundriss eine sehr wichtige Rolle bei der Entscheidung des Interessenten. Deshalb gilt es hierfür einige wichtige Punkte zu beachten.

Damit sich ein Interessent ein möglichst gutes Bild einer Immobilie machen kann, ist es unabdingbar, dass Sie im Exposé (ob online oder offline) neben guten Bildern (s. Artikel Bessere Vermarktung durch bessere Bilder) auch einen Grundriss des Objekts zur Verfügung stellen.

Grundriss als Serviceleistung

Dadurch kann sich der potentielle Kunde bestmöglich auf das Objekt einstellen und beginnt im Optimalfall schon damit, seine Einrichtung in die neuen 4 Wände einzuplanen. Einerseits schaffen Sie so die nötigen Informationen, um die Interessenten in höchster Vorfreude bereits ungeduldig werden zu lassen, was bereits die halbe Miete bei der Vermittlung ist. Andererseits können Sie sich möglicherweise unnötige Besichtigungstermine sparen, wenn der Betrachter bereits vorab bemerkt, dass seine geliebte Wohnzimmer-Couchlandschaft in das Objekt nicht zerstörungsfrei hineinpasst.

Makler zeichnet Grundriss

Service für Ihren Auftraggeber: ein optisch aufbereiteter Grundriss sollte in Ihren Grundleistungen enthalten sein. Bild: © ldprod – Fotolia.com

Im Sinne eines möglichst guten Serviceangebots für Ihren Auftraggeber und aufgrund der geforderten Leistungen im immer härter werdenden Konkurrenzkampf – gerade bei der Objektakquise – sollten Sie erwägen, ob Sie das Angebot der Erarbeitung eines Grundrisses nicht standardmäßig zu Ihren in den Provisionskosten enthaltenen Serviceleistungen machen.

Was gehört alles in einen Grundriss?

Die wichtigste Eigenschaft eines Grundrisses ist, dass er maßstäblich sein muss. Das heißt, dass an jeder Stelle der Zeichnung ein Zentimeter dem gleichen realen Wert entsprechen muss. Andererseits würden Verzerrungen entstehen, die die Aussagekraft des Grundrisses vernichten. Ob Sie die Maße dabei in Metern, Zentimetern oder Millimetern angeben ist Ihnen überlassen.

Ein korrekter Grundriss enthält außerdem eine Angabe über die Himmelsrichtungen, also im Allgemeinen einen Nordpfeil. Das ist wichtig für den Betrachter, da er damit die Lichtverhältnisse der Wohnung oder des Hauses besser einschätzen kann.

Außerdem müssen die Fenster- und Türöffnungen angegeben werden. Diese allerdings nicht nur als Aussparung in der Wand, sondern i.d.R. als Viertelkreis, der die Öffnungssituation darstellt. Daraus geht somit der Anschlag und die Öffnungsrichtung hervor – schließlich will niemand sein Bett dort hinstellen, wo permanent die Schlafzimmertür dagegen schlägt.

Wenn Sie dem Betrachter das Rätselraten ersparen wollen, können Sie auch die Funktion der Räume angeben – Küche, Bad, Wohnen, Schlafen, …

Wie erstelle ich einen Grundriss?

Wenn Sie einen Grundriss selbst erstellen wollen, können Sie im schlichtesten Fall die üblichen Zeichenprogramme verwenden, hier müssen Sie allerdings einiges an Zeit einplanen oder bezüglich der Optik Abstriche in Kauf nehmen.

Besser geeignet sind spezielle Grundrissprogramme, bei welchen Sie die Daten wie Raumgrößen und Öffnungsmaße angeben und das Programm dann in relativ kurzer Zeit sehr ansehnliche Lösungen präsentiert. Hierbei reicht die Produktpalette der Anbieter von kostenlosen, einfachen Programmen oder Apps bis zu teuren, professionellen und umfangreichen Programmlösungen für Experten. Am besten testen Sie zunächst einige der kostenlosen Angebote und erhalten hiermit ein Gespür dafür, was das Programm für Sie können muss.

Außerdem gibt es Angebote von professionellen Grundrisszeichnern. Diese bieten oft sehr schön aufbereitete Ansichten an, die beim Betrachter einen noch besseren Eindruck erzeugen, als einfache Strichzeichnungen. Die Angebotspalette reicht hier von ganz einfachen, zweidimensionalen Grundrissen über farblichen Aufbereitungen bis hin zu 3D Ansichten des Objekts. Sogar die beispielhafte Möblierung der Räume ist denkbar.

Beachten Sie auch beim Grundriss den Grundsatz, dass der optische erste Eindruck nur schwer wieder auszugleichen ist. Deshalb ist davon abzuraten, schlecht kopierte bestehende Grundrisspläne des Eigentümers einfach zu übernehmen. Nehmen Sie sich die Zeit und/oder ggf. das Geld, die Pläne optisch aufzubereiten. Die schnellere Vermittlung wird Ihren Aufwand wieder entschädigen.

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