Kommentare bei Makler Homepage zulassen?

Als Immobilienmakler kann es sinnvoll sein, auf seiner Makler Internetseite ein Blog zu führen. Doch sollte man die Kommentare hier zulassen? Die Vor- und Nachteile versuchen wir hier für Sie zusammenzufassen, um Ihre Entscheidung zu erleichtern.

In einigen unserer Artikel raten wir Ihnen, aus mehreren Gründen stets neuen Inhalt auf Ihrer eigenen Makler Internetseite zu veröffentlichen (z.B. 5 Tipps für Ihren Immobilien Blog). Hierzu bietet sich ein Blog System besonders gut an. Doch wie steht es hier mit den Kommentaren? Ist die Kommentarfunktion sinnvoll, hilfreich oder aber vielleicht überhaupt nicht mehr zeitgemäß?

Vorteile der Kommentare

Der größte Vorteil der Kommentarfunktion ist der offensichtliche Nutzen: Die Möglichkeit der Kommunikation des Lesers direkt mit dem Verfasser des Artikels. Jeder Leser kann über ein Feld am Ende des Artikels Fragen stellen oder eigene Erfahrungen mitteilen. Auf diese Weise können vielseitige und interessante Gespräche entstehen – auch zwischen Lesern untereinander, die Ihren Artikel bereichern können und genauso lesenswert sein können, wie Ihr Artikel selbst.

Wenn Sie besonders aufmerksame Leser haben kann Ihnen die Kommentarfunktion auch eine Hilfe darstellen: vielleicht werden Sie auf kleinere Fehler hingewiesen oder jemand schreibt Ihnen sogar etwas zu einem weiteren Aspekt zu Ihrem Thema, so dass hier sogar eine dynamisch wachsende Erweiterung des Inhalts Ihres eigentlichen Artikels entstehen kann.

Blog Kommentare

Kommentare können ein Blog sehr beleben und interessant machen. Aber sie haben auch Nachteile.

Nachteile der Kommentare

Auf der anderen Seite bedeutet eine Kommentarfunktion auch Arbeit für den Autor, da diese nur Sinn macht, wenn auf Reaktionen wie Rückfragen zum Artikel auch wieder reagiert wird. Der Post “lebt” also weiter, auch wenn er längst eingestellt wurde. Diese Form der Kommentararbeit ist allerdings die angenehmere für den Autor, da er tatsächliche Auswirkungen seines Artikels spüren kann. Wesentlich sinnloser und deshalb frustrierender ist das Spam Problem.

Von Spam spricht man bei Kommentaren, die nur hinterlassen wurden, um einen Hinweis auf die eigene Seite im Internet zu streuen. Die Kommentare haben meist nichts mit dem Artikel zu tun und zielen nur auf Aufmerksamkeit als Werbung oder breit gefächerte Linkbildung zur Stärkung der eigenen Seite ab. Diese Spam Kommentare haben leider enorm überhand genommen, da sie meistens nicht von Hand sondern von Programmen tausendfach ins Internet geschickt werden. Zwar haben die meisten Content Management Systeme wie etwa WordPress einen Spamfilter, aber dieser macht auch nicht alle Arbeit von alleine. Er das direkte Einstellen von Spam, verlangt aber trotzdem noch ein eigenes endgültiges Löschen oder die Durchsicht, wenn kein echter Kommentar versehentlich mit ausgesondert werden soll.

Als Beispiel aus unserer eigenen Erfahrung: zwischen Oktober und Dezember 2014 haben die Spam Bots die Omnimakler Seite scheinbar schätzen gelernt und in dieser kurzen Zeit über 10.000 (!) Kommentare hinterlassen. Dank unseres Spamfilters wurde davon keiner veröffentlicht, dennoch müssen die Kommentare irgendwie weiterbearbeitet werden.

Menschliche Abgründe

Ein weiterer Nachteil bei den Kommentaren ist ein Phänomen, das im anonymen Raum des Internets häufiger vorkommt: unqualifizierte Kommentare im Sinn von Beleidigungen oder Beschimpfungen, in Extremfällen sogar zu Bedrohungen. Wie der Chefredakteur der “Zeit”, Giovanni Di Lorenzo kürzlich in einer Podiumsdiskussion der Münchner Universitätsgesellschaft beklagte, gleiche “der Blick in die Kommentarspalten manchmal dem Blick in die Kloake menschlicher Abgründe”. Einige Redakteure hätten deshalb zunehmende Abneigung dagegen, Leitartikel in Onlineausgaben zu verfassen.

Wut bei Kommentaren

Die Kommentarfunktion ermutigt manchen Leser zu völlig daneben liegenden Äußerungen. Bild: © alphaspirit – Fotolia.com

Empfehlung für Ihren eigenen Makler Blog

Unsere Empfehlung für Ihre eigene Makler Internetseite ist nicht ganz eindeutig: Wie so oft kommt es darauf an, wie Sie Ihre Homepage ganz allgemein gestaltet haben. Zielen Sie eher auf digitales Marketing ab, mit Social Media Arbeit und einem gut geführten Blog? Dann sollten Sie die Kommentare nicht unterbinden, hier verlieren Sie möglicherweise an Glaubwürdigkeit. Allerdings können Sie die Diskussionen auch auf andere Ebenen Ihres Online Marketings verlegen, beispielsweise auf Ihren Facebook- oder Twitter Account.

Sind Sie bezüglich digitaler Marketingmaßnahmen eher zurückhaltend und veröffentlichen nur ab und zu neuen Inhalt, können Sie sich die Arbeit und den Ärger mit den Kommentaren aber auch durchaus sparen.

Wenn Sie die Kommentare auf Ihrer Makler Homepage zulassen, sollten Sie diese aber auf jeden Fall immer sauber halten und auch pflegen, also Antworten verfassen, Spam ausmisten etc. Tipps, wie Sie zu mehr Kommentaren kommen können, beschreiben wir im Artikel Tipps für mehr Kommentare beim Makler Blog.

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