Mehr Erfolg bei Video Werbung

In vielen online Marketing Angeboten finden sich immer häufiger auch Werbevideos. Der Erfolg dieser Maßnahme hängt aber maßgeblich von der Darstellbarkeit der Einblendungen ab. Beachten Sie hierfür die folgenden Hinweise.

Genau so wie bei der Displaywerbung gibt es auch bei Videowerbung einen großen Unterschied zwischen rein angebotenen und tatsächlich korrekt angezeigten Einblendungen. Wenn Sie sich auf die Videomaßnahmen beschränken, die sich korrekt anzeigen lassen, können Sie davon ausgehen, dass die Erfolgsquote Ihrer Werbemaßnahme steigen wird. Schließlich wird eine Videowerbung nur dann angeklickt, wenn sie erstens korrekt dargestellt wird und zweitens auch so positioniert und gestaltet ist, dass Sie zum Zusehen einlädt. Die Viewability Studie von Google “Are Your Video Ads Making an Impression” hat deshalb die Faktoren untersucht, die Videowerbung erfolgreicher machen.

Wie viele Werbevideos werden korrekt dargestellt?

Für die Frage, wie welcher Anteil der Werbevideos derzeit korrekt dargestellt wird ist zunächst eine Definition zu klären: was bedeutet überhaupt “korrekt angezeigt” bei Werbevideos? Der Standard hierfür ist vom Media Rating Council (MRC) und dem Interactive Advertising Bureau (IAB) festgesetzt, nämlich wenn mindestens 50% der Pixel mindestens 2 volle Sekunden lang auf dem Bildschirm erkennbar sind.

Die durchschnittliche korrekte Anzeige von Werbevideos im gesamten Internet ausschließlich YouTube beträgt nur 54%. Das bedeutet, dass fast die Hälfte aller Werbevideos außerhalb von YouTube nicht ausreichend werbewirksam dargestellt werden! Ein erschreckender Wert.

Nur auf YouTube allein betrachtet liegt die Quote für alle Endgeräte und Apps bei 91% Darstellbarkeit, also erheblich besser.

Unterschiedliche Geräte

Dabei besteht noch ein klarer Unterschied zwischen den verschiedenen Endgeräten. So werden auf Smartphones und Tablets Video Werbungen außerhalb von YouTube deutlich besser dargestellt, als auf Desktop PCs. Auf den stationären Computern werden nämlich nur 53% der Videos richtig dargestellt, wobei bei Tablets es schon deutlich bessere 81% sind. Bei Smartphones kann die beste Quote von 83% erreicht werden.

Bei YouTube selbst kommt inzwischen die Mehrzahl der Zugriffe von mobilen Geräten, bei diesen sowohl von Apps als auch aus der mobilen Internetseite. Hier liegt die Darstellbarkeit bei hervorragenden 94%.

Warum Werbeeinblendungen nicht darstellbar sind

Die Frage, warum Videos teilweise so schlecht dargestellt werden, kann auf verschiedene Gründe zurückgeführt werden. Die 3 wichtigsten Faktoren hierbei sind folgende:

Einfach keine Darstellung

  • 76 % der nicht korrekt dargestellten Werbungen erschienen in Tabs, die sich im Hintergrund aufbauen und vom vorderen Tab verdeckt werden oder sind aus sonstigen Gründen einfach nicht auf dem Bildschirm angezeigt.
  • 24 % der nicht korrekt angezeigten Werbungen wurde innerhalb von weniger als 2 Sekunden weggescrollt oder geschlossen.
Anzeige Video Werbung

Ca. 3/4 der falsch angezeigten Werbungen wird erst gar nicht angezeigt. Der Rest wird zu schnell weg geklickt.

Größe des Videoplayers

Unter den für Werbevideos relevanten Playern sind die größeren in der Regel besser darstellbar. So werden bei den am häufigsten angewendeten Einblendungen mit einer Größe von 300×250 Pixel nur 20% korrekt dargestellt. Bei einer Größe von 848×477 werden hingegen 89% gemäß den Kriterien erfolgreich angezeigt.

Position des Videos

Zu guter Letzt spielt die Position auf der Webseiten Oberfläche eine bedeutende Rolle:

  • bezüglich der horizontalen Ausrichtung ist eine möglichst zentrale Anzeige am effektivsten
  • bei der vertikalen Ausrichtung ist eine Position möglichst weit oben am besten.
beste Video Position

Mittig und oben ist laut der Google Studie der beste Platz für Video Werbung

Die Darstellungswerte von YouTube sind verlockend gut. Aber sich nur auf die Darstellung bei YouTube zu verlassen ist auch nicht zwingend erfolgversprechend. Schließlich sind die guten Werte hier aus dem Grund so gut, da jeder bei YouTube auch Videos sehen möchte und meistens auch selbst anklickt. Dass dann länger bei den Videos verweilt wird ist somit verständlich. Es könnte also mehr bringen, schlechtere Klickraten bei einer großen Menge von Anzeigen in Kauf zu nehmen als gute Klickraten bei nur einer geringen Menge von Zuschauern zu erzielen.