Objektakquise mittels Werbebriefen

Bei der Objektakquise außerhalb des Internets stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Eine davon ist das Versenden von Werbebriefen. Was Sie hierbei beachten sollten, lesen Sie im folgenden Artikel.

Eine Mischform zwischen der Nutzung persönlicher Kontakte und der Werbung mittels Printmedien stellt der Versand von Werbebriefen dar. Hierbei nutzen Sie Ihre vorhandenen Kontakte – beispielsweise ehemalige Kunden oder frühere Interessenten – und versenden einen Brief mit Ihrer Werbebotschaft.

Wie soll ein Werbebrief aussehen?

Um den Leser nicht zu überrumpeln und wie eine plumpe Werbebeilage in der Tageszeitung zu erscheinen, benötigen Sie beim Verfassen des Textes viel Fingerspitzengefühl. Gefragt ist eine Mischung zwischen Werbebotschaft und privatem Anschreiben. Beachten Sie bei Ihren Formulierungen vor allem folgende Gesichtspunkte:

– Der Leser hat vielleicht noch nicht konkret mit Ihnen zusammengearbeitet und weiß noch nicht, wie Sie arbeiten. Es konnte noch kein Vertrauen aufgebaut werden.

– Der Leser hat möglicherweise keine Ahnung von Fachbegriffen und Besonderheiten bei der Immobilienvermittlung, verfassen Sie Ihren Text also allgemeinverständlich.

– Ein zu langer Text wird mit Sicherheit nicht gelesen. Fassen Sie sich deshalb möglichst kurz und überschreiten Sie auf keinen Fall die Länge einer DinA4 Vorder- und Rückseite.

Kundenwerbung durch Werbebriefe

Ein beliebtes Mittel zur Objektakquise – der Werbebrief; Bild: © lichtmeister – Fotolia.com

Was soll der Werbebrief enthalten?

Für die Frage, was Sie in Ihren Werbebrief schreiben sollen, müssen Sie sich in die Lage des Lesers versetzen. Machen Sie nicht den Fehler und schreiben Sie nur über sich, das wird den Leser nicht interessieren. Überlegen Sie sich eher, welche Fragen für ihn von Interesse seien könnten. Hier ein paar Beispiele:

– Eigentlich denkt er, gar keinen Makler zu brauchen. Mit welchen Argumenten können Sie ihn vom Gegenteil überzeugen?

– Wie kann er ermitteln, welchen Preis er für seine Immobilie erzielen kann?

– Wie kommt er am schnellsten an den Käufer, der bereit ist, seinen Wunschpreis zu bezahlen?

– Was unterscheidet Sie von den zahlreichen anderen Maklern?

Beilage zum Werbebrief

Um den Werbebrief nicht zu lang werden zu lassen, aber Ihre Werbebotschaft dennoch nicht zu kurz kommen zu lassen, empfiehlt sich die Beilage eines Flyers (siehe Artikel „Erstellung eines Flyers für Ihr Unternehmen“).

Auch die Beigabe weiterer Werbematerialien können Sie sich überlegen, wie einem Kugelschreiber, einem Notizblock oder ähnlichem.

Wiederholung

Eine zusätzliche Option bei Werbebriefen ist die Wiederholung. Senden Sie ergänzende Informationen in einigem Abstand hinterher und bleiben Sie so im Gedächtnis. Behandeln Sie in Ihren folgenden Briefen beispielsweise das Thema, wie viel Geld der Leser in der Zwischenzeit schon verloren haben könnte oder welche Tätigkeiten Sie bei einer Beauftragung in der Zwischenzeit schon erledigt haben könnten. Achten Sie aber darauf, nicht zu aufdringlich zu werden.

Suchen Sie aus Ihrer Kundenkartei Kontakte aus, bei welchen Sie mit einer passenden Situation für den Inhalt des Werbebriefes rechnen. Ein Mieter, der von Ihnen gerade eine Wohnung vermittelt bekommen hat, wird kein Interesse an Tipps zum Hausverkauf haben. Wenn Sie die Adressaten verärgern und mit Ihrer Werbebotschaft belästigen, kann ein mühsam aufgebauter guter Ruf schnell verflogen sein.

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