Objektakquise über sonstige persönliche Kontakte

Nicht nur in Ihrem direkten persönlichen Umfeld können Sie sich um neu zu vermakelnde Objekte bemühen. Mit etwas Engagement und Kontaktfreude können Sie auch sonstige persönliche Begegnungen für Ihr Geschäft als Immobilienmakler optimal nutzen.

Banken

In der Regel gibt es bei Banken einzelne Bearbeiter, die gezielt für das Immobiliengeschäft zuständig sind. Vereinbaren Sie mit diesem Bearbeiter einen Termin, um sich als örtlicher Immobilienmakler vorzustellen. Bieten Sie bei dieser Gelegenheit die Möglichkeit einer langfristigen Kooperation an. Manche Banken zeigen sich diesem Vorschlag gegenüber durchaus aufgeschlossen. Besonders wenn ein großer Bestand an Objekten vorhanden ist, ist das Interesse groß, diesen möglichst schnell vermittelt zu bekommen. Hier könnten Sie gute Chancen auf den ein oder anderen Auftrag haben.

Baustellen

Ein etwas unkonventionelles Vorgehen ist, bei Baustellen anzuhalten und nach dem Bauträger zu fragen. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind noch nicht alle Wohneinheiten verkauft oder die verkauften, die als Anlageobjekt erworben wurden, sind noch nicht vermietet. Bieten Sie beim Bauträger einfach Ihre Dienste an. Das kostet Sie nichts, bringt im Falle eines Erfolgs aber ein weiteres Objekt auf Ihrer Angebotsliste.

Immobilienmakler auf der Baustelle

Auf Baustellen könnten sich für Sie noch zu vermittelnde Objekte ergeben; Bild: © Minerva Studio – Fotolia.com

Vermietervereine

Auch der Kontakt zu Vermietervereinen kann sich evt. lohnen. Diese gibt es in den meisten größeren Städten und können über die Gelben Seiten oder das Internet ganz leicht gefunden werden. Stellen Sie sich dem Vorstand als Immobilienmakler der Region vor und bieten Sie Ihre Dienste an, meistens werden Sie bei den Vermietervereinen gerne begrüßt.

Wenn der Termin gut läuft könnten Sie darum bitten, bei der nächsten größeren Veranstaltung Ihren Flyer auslegen oder beim nächsten größeren Briefversand an die Mitglieder ein Werbemittel beilegen zu dürfen. Wenn dafür von Ihnen eine Beteiligung oder die Übernahme der Versandkosten verlangt wird ist das fair und ein Angebot, auf das Sie eingehen sollten.

Hausverwaltungen

Etwas mühsam, da man nicht weiß, wo man anfangen und wo man aufhören soll, ist das Abklappern der Hausverwaltungen in Ihrer Region. Beginnen Sie einfach mit einigen Wohnblocks in Ihrer Umgebung und stellen Sie sich der Hausverwaltung vor. Hier ist oft bekannt, wer noch einen Mieter, Nachmieter oder Käufer sucht. Die Kontaktdaten finden Sie normalerweise am Infobrett hinter der Hauseingangstür oder Sie erhalten sie vom Hausmeister.

Wenn Sie vor Ort den Hausmeister antreffen, ist dieser selbst auch gleich eine gute Quelle für Informationen über anstehende Auszüge, da er meist gut über die Mietersituation Bescheid weiß. Hier können Sie über eine Tippgeberprovision nachdenken. Der Hausmeister wird sich in Aussicht auf diesen kleinen Nebenverdienst kräftig ins Zeug legen und Ihnen frühzeitig von Veränderungen bei den Mietern berichten.

Messen

In den größeren Städten gibt es Messen der Immobilienwirtschaft oder von regionalen Bauherren. Auch hier ist es nicht unüblich, dass Immobilienmakler sich auf die Suche nach neuen, vielversprechenden Kontakten machen. Nachdem Sie keinen eigenen Stand benötigen, halten sich die Kosten für dieses Vorgehen in Grenzen, Sie müssen lediglich den Eintritt bezahlen. In der Messe sind Sie dann gefordert und sollten möglichst viele Gespräche suchen, damit sich der Eintrittspreis rentiert.

Kundenkartei

Auch Ihre bestehende Kundenkartei kann Ihnen für einige Aktionen, wie beispielsweise das Versenden von Werbebriefen gute Dienste leisten. Pflegen Sie deshalb Ihre Kontakte sorgfältig und vermerken Sie sich bestenfalls auch die Situation des Kunden (Wohnung vermittelt zum 01.09.2013, Haus verkauft am 01.07.2012, …). Hierdurch können Sie die Gefahr minimieren, den Kunden mit einem speziellen Werbemittel, das auf seine Situation überhaupt nicht zutrifft, zu belästigen. Notieren Sie sich auch die Anschriftsdaten von Interessenten, mit denen Sie keinen Abschluss erreichen konnten. Eine Kundenkartei kann niemals zu umfangreich sein.

Für Ihre Tätigkeit als Immobilienmakler ist es eine Grundvoraussetzung, offen und kontaktfreudig zu sein. Vielen Maklern liegt das persönliche Gespräch und der direkte Umgang mit Menschen am meisten. Bei einigen etwas unkonventionelleren Möglichkeiten der Objektakquise können Sie Ihre Fähigkeiten hier voll ausspielen – es ist zwar etwas mühsam, aber es wird sich lohnen!