Überschwemmung der Maklerbranche birgt Risiken

Die Zahl der Immobilienmakler ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Die Gefahr einer Überschwemmung des Marktes ist allerdings ein Image- und Vertrauensverlust gegenüber dem Kunden. Abhilfe könnte ein Sachkundenachweis oder eine sinnvolle Form des Bestellerprinzips sein.

Gemäß den Branchenstatistiken soll sich die Zahl der Makler in den letzten 20 Jahren bundesweit ungefähr verdoppelt haben. Dabei ist der Anstieg in den letzten Jahren nicht zurück gegangen, sondern sogar noch rasanter fortgeschritten: Allein seit 2007 wird ein Anstieg um ca. 30 Prozent ermittelt. Noch deutlicher ist der Anstieg in Großstädten wie München, Berlin oder Hamburg, wo sich die Maklerzahl innerhalb von nur 7 Jahren verdoppelt hat.

Immer mehr Makler

Der Maklerberuf erfreut sich wachsender Beliebtheit – das Image leidet allerdings darunter. Bild: © Minerva Studio – Fotolia.com

Gründe für den rasanten Zuwachs bei Maklern

Als Gründe für die steigenden Maklerzahlen ist vor allem der ungebremste Zuzug in die großen Städte zu nennen, wo sich erfahrungsgemäß mehr Immobilienmakler finden als im ländlichen Raum. Dazu kommt die in den Jahren seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 stark gestiegene Immobiliennachfrage.

Belastbare Zahlen schwer zu ermitteln

Aufgrund der einfachen Zugangsvoraussetzungen zum Maklerberuf sind diese Zahlen aber schwer zu ermitteln, denn kaum jemand kann seriös beziffern, wer alles tatsächlich den Beruf als Makler ausübt. Die Berufsbezeichnung Immobilienmakler kann sich jeder, der nicht vorbestraft ist, ganz einfach für 500 Euro beim zuständigen Kreisverwaltungsreferat besorgen. Spezielle Ausbildungswege sind nicht vorgeschrieben.

So gehört zu den ermittelten Immobilienmaklern nur rund ein Drittel, die tatsächlich durch eine Ausbildung oder ein Studium der Immobilienwirtschaft zu den „ausgebildeten“ Vertretern der Maklerbranche zu zählen sind. Viele haben nicht mal das zweiwöchige Seminar bei der Industrie- und Handelskammer belegt.

Schlechtes Image der Makler zur Folge

Die Folge der Marktdurchdringung mit mangelhaft ausgebildeten und oftmals sogar nur nebenberuflich tätigen Maklern ist ein massiver Vertrauensverlust in der öffentlichen Wahrnehmung. Der Ruf des Maklers, der nur fürs Aufschließen einer Türe eine satte Provision einstreicht, dürfte nur schwer wieder aus den Köpfen der Kunden zu entfernen sein.

Abhilfe könnte hier eine Marktbereinigung schaffen, zum Beispiel durch die Einführung eines Sachkundenachweises (s. Artikel Sachkundenachweis für Makler gefordert). Aber auch die Einführung des Bestellerprinzips könnte den Markt verändern, denn wenn zukünftig der Vermieter den Makler selbst bezahlt, wird dieser sich wesentlich genauer überlegen, welcher Makler den Vermittlungsauftrag bekommen soll. In der derzeitigen Form des Gesetzentwurfes zum Bestellerprinzip steht dieses jedoch noch stark in der Kritik (s. Artikel Nachteile des Bestellerprinzips).

Gerade wenn zukünftig genauer geprüft wird, welcher Makler beauftragt werden soll, müssen Sie alles daran setzen, vom ersten Moment an durch einen möglichst professionellen Auftritt zu punkten. Dabei kommt es heutzutage neben einer hochwertigen Internetseite insbesondere auch auf die mobil optimierte Darstellung des Internetauftritts an. Werfen Sie hierfür mal einen Blick auf den Service von Omnimakler.