Kein gutes Urteil für Österreichs Immobilienmakler

Eine Umfrage zeigt, dass Österreichs Immobilienmakler keinen guten Ruf genießen. Die ermittelten Werte dürften für das in Deutschland vorherrschende Meinungsbild aber leider auch nicht ganz verkehrt sein.

Mit der Frage, wie gut der Ruf der Immobilienmakler in Österreich ist, hat sich FORMAT gemeinsam mit euroSEARCH in einer Umfrage beschäftigt. Diese hat zum Leidwesen der Makler kein besonders gutes Urteil ergeben.

Schlechte Imagewerte für Makler

Als vorherrschende Meinung wurde ermittelt, dass Makler zu viel Geld für zu wenig Leistung kriegen würden. Deshalb versuchten bereits über 98 Prozent der Teilnehmer, bei einer Immobiliensuche ohne einen Makler auszukommen. Dafür wurde gezielt nach courtagefreien Angeboten in Online Portalen oder Zeitungen gesucht. Viele versuchten auch über den Freundes- oder Bekanntenkreis an provisionsfreie Objekte zu kommen.

Bekanntenkreis für provisionsfreie Objekte

Eine beliebte Möglichkeit um provisionsfrei an eine Immobilie zu gelangen ist der Bekanntenkreis; Bild: © AntonioDiaz – Fotolia.com

Nur 7 Prozent der Befragten gaben an, dass ihrer Meinung nach Makler ihren Markt gut kennen und somit dazu beitragen würden, die besten Konditionen zu erreichen.

Lediglich vernichtende 2 Prozent stellten den Immobilienmaklern ein eindeutig gutes Zeugnis aus. Sie sahen die Makler als qualifizierte Dienstleister und bewerteten deren Tätigkeit bei der gesamten Abwicklung als durchwegs positiv.

Kritikpunkte

Als größten Kritikpunkt hat die Umfrage die Provision bzw. die hiermit verbundenen Modalitäten ermittelt. Über 50 Prozent der Teilnehmer war der Ansicht, dass die Courtage vom Vermieter bzw. Verkäufer zu tragen sei. 38 Prozent waren der Ansicht, dass diese zumindest zwischen beiden Parteien geteilt werden sollte.

Ähnliche Tendenzen in Deutschland

Auch in Deutschland zeigen Umfragen immer wieder ähnliche Bilder und bescheren den Immobilienmaklern keinen guten Ruf. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens diese Thematik mit dem Bestellerprinzip verbessert werden dürfte, denn sobald die Mieter den Makler nicht mehr automatisch selbst bezahlen müssen, könnte hier ein etwas objektiveres Bild auf die Tätigkeiten der Makler erwartet werden.

Allerdings wird es weiterhin schwarze Schafe auf dem Immobilienmarkt geben, solange nicht eine Zulassungsbeschränkung für die Bezeichnung „Immobilienmakler“ eingeführt und ein Sachkundenachweis für Makler gefordert wird.

Schlechte Imagewerte für Immobilienmakler sind eine leider zu einer ärgerlichen Gewohnheit geworden. Deshalb sollten Sie aber nicht den Kopf in den Sand stecken sondern versuchen, durch eigene gute Arbeit zumindest das Meinungsbild Ihrer eigenen Kunden positiv zu beeinflussen. Wie Sie das beispielsweise durch besonderen Service erreichen, lesen Sie in unserem Artikel Mit diesen 5 Serviceleistungen heben Sie sich ab.